Hab mich mal überwunden, mit
Tixuma zu suchen und der Suchmaschine unter die Haube zu schauen. Recht grenzwertig ist allerdings das "Geschäftsmodell" für die User.

Das riecht nach Schneeballsystem, d.h. keiner kann gewinnen - außer die Suchmaschine: Sie kann damit einen Haufen Leute bewegen, diese unbekannte Suchmaschine zu nutzen und sie damit für Werbetreibende attraktiv machen, vor allem im Hinblick darauf, da sie sonst gegen Konkurenten wie Google keine Chance hat. Ohne Referrer verdient man als User allerdings so wenig Geld damit (unglaubliche 4 Cent pro Monat), dass man wohl zu Lebzeiten die Auszahlungsgrenze von 10 Euro nicht mehr erreicht (ok, es geht schon, nach 21 Jahren). Die Referenzzahlen (jeder wirbt 3 Leute) werden bei jedem Schneeballsystem gern genommen. So lassen sich schnell utopische Summen milchmädchenmäßig zusammenrechnen. Wenn man allerdings mal von der allgemeinen Aussage ausgeht, das jeder jeden über 7 Ecken kennt, ist es gar nicht möglich, dass jeder 3 VERSCHIEDENE Leute wirbt. Anders gerechnet: wenn eine Person indirekt über 9 Ebenen knapp 20.000 Referer wirbt, können also bei gut 50 Mio. Internetusern in Deutschland maximal 2700 Leute die rund 1000 Euro verdienen. Der Rest geht LEER aus. Anmerkung: bei dieser Rechnung würden ALLE deutschen User Tixuma verwenden! Gehen wir mal von (halbwegs) realistischen 5 Prozent aus (der Anteil von Yahoo uns MSN) reduziert sich die Zahl der "Reichen" von 2700 auf 135. Lange Rede kurzer Sinn: Schneeball lohnt sich nur für den Anbieter und vielleicht eine ganz kleine Hand voll Leute, die von Anfang an dabei sind.
Zur Qualität der Suchergebnisse: Tixuma sucht mit Yahoo, obwohl einige leichte Unterschiede festzustellen sind. Von daher nicht unbedingt etwas "Neues". Wenn Bing künftig für Yahoo suchen wird, dann dürfte sich suchmaschinentechnisch doch noch etwas ändern.
Fazit: Allgemein finde ich es aber einen netten Ansatz für eine Suchmaschine. Es gibt sicher viele Leute die so zumindest mal von Tixuma hören, und somit zur Steigerung der Popularität beitragen. Einige werden es sogar ausprobieren. Und hier kommt die zweite Einnahmequelle: jeder User, der sich anmeldet, gibt zumindest seine Emailadresse und die einiger Freunde preis. Und man sollte nicht unterschätzen was so eine lange Liste mit gültigen Adressen auf dem Datenschwarzmarkt so einbringt. Jedenfalls mehr als 4 Cent pro Monat. ;-)